Beautiful Day - Ein Abend mit Achtung Baby

dsc01711 20220911 1800110729Über 40 Jahre ist die irische Rockband U2 bereits auf den Bühnen der Welt unterwegs. Klar, dass sich im Laufe der Zeit Tribute Bands gründen. So auch Achtung Baby, eine Combo aus Lüneburg, die heute im Colos-Saal in Aschaffenburg auf meinem Prüfstand steht. Achtung Baby feiern in diesem Jahr auch schon 20jähriges Bühnenjubiläum – das soll schon mal was heißen. Nicht jede Tribute Band kann sich solange im Geschäft halten. Also schauen wir mal, was der Abend so für mich bereithält.

Bevor ich euch von meinen Eindrücken erzähle, stelle ich Euch die Band kurz vor. Seit vier Jahren spielen Achtung Baby jetzt in folgender Zusammensetzung: Micha van de Weg aka Nobo (Gesang), Carsten Stiehr aka The Fake an der Gitarre, Andreas Hellwig aka Mad M Clinton am Bass und Henning Thomsen aka Mary Lullen III am Schlagzeug. Von den Gründungsmitgliedern sind noch Carsten und Andreas in der Band geblieben.

Ich bin mal ganz ehrlich zu Euch und verrate, dass ich vor Showbeginn einen Blick auf die Setliste werfen konnte und genau wusste, wann mein Lieblingslied (One) gespielt wird und ich ganz besonders kritisch zuhöre. So konnte ich mich am Anfang auf die Show und die Reaktionen des Publikums konzentrieren.

Aber zurück auf Anfang:
Es scheint ein gemütliches Clubkonzert zu werden. Zum Teil sind Biertische und Barhocker im Saal aufgestellt und die ersten Plätze sind kurz nach dem Einlass schon besetzt. Bis zu Beginn des Konzertes wird sich der Saal noch ordentlich füllen und vor und hinter den Tischen wird es eng.

Was mir auffällt, ist das einzelne Bandmitglieder sich schon vor dem Konzert Zeit für langjährige Fans nehmen und ein kurzes Schwätzchen halten. Sehr sympathisch.

Pünktlich um 20 Uhr erklingt dann das lange Intro und die Band betritt nach und nach die Bühne. Opener des Abends ist Zoostation, ebenfalls Opener vom Bandnamengebenden Album Achtung Baby.

Die Bühnenshow wird beherrscht von Sänger Micha und Gitarrist Carsten. Andreas und Henning konzentrieren sich auf ihr Instrument, während besonders Nobo viel mit dem Publikum agiert. Von Anfang an weiß er die Besucher mitzureißen. Es dauert nicht lange, ach was nicht einen Song, bis das Publikum da ist und klatscht und singt und tanzt. Und das wird sich den Abend über auch nicht ändern. 

Obwohl ich ja mit meinem Urteil bis zum Song One warte wollte, hat mich die Band schon bei Angel Of Harlem. Auch wenn Michas Stimmfarbe anders ist, zeigt sie doch wie man die Songs von U2 mit ganz eigener Stimme interpretieren kann und nicht zu einem billigen Abklatsch der Originalband wird. Sehr schön. Auch One beeindruckt mich, sollte aber nicht zu meinem persönlichen Highlight an diesem Abend werden. So viel sei schon mal verraten. Zwei Songs später geht es in eine kurze Pause.

Nach der Pause betreten erst einmal nur Nobo und The Fake die Bühne. Was folgt ist eine Accoustic Version von Staring @ The Sun. Und da ist er, mein ganz persönlicher Highlightmoment. Ebenfalls ein besonderer Moment: All I Want Is You. Auch wenn im zweiten Abschnitt noch einige größere Songs folgen, kommt für mich persönlich keiner an diese zwei Songs heran.

Mit dem aus dem Jahre 1984 stammenden Pride geht ein intensiver Konzertabend zu Ende. Naja fast.
Natürlich fordern die Fans noch eine Zugabe und die bekommen Sie auch. Mit insgesamt vier Songs verabschieden sich die Lüneburger nach gut 2,5 Stunden Spielzeit von ihrem Publikum. Nicht ohne den Hinweis, dass man gleich am Merchandise-Stand für ein Schwätzchen zur Verfügung steht.

Und das wird auch gerne angenommen. Autogramme werden geschrieben, neue Fans begrüßt, Shirts und CD’s verkauft. Alles in allem ein gelungener Abend – nicht nur für die Band. Ich habe nur begeisterte Menschen gesehen und gehört. Und auch ich bin zufrieden mit dem Abend. Da die nächste U2 Tour noch in den Sternen steht, weiß ich ja jetzt, was ich stattdessen machen kann: Einen Abend mit Achtung Baby verbringen.

Setliste:
Zoostation / Until The End Of The World / Hold Me Thrill Me / Who’s Gonna Ride Your Wild Horses / Elevation / Mysterious Ways / Angel Of Harlem / One / Magnificent / Desire / Staring @ The Sun / I Still Haven’t Found What I’m Looking For / The Unforgetable Fire / NYD / I Will Follow / Beautiful Day / All I Want Is You / Bad / Where The Streets Have No Name / Vertigo / Pride (In The Name of Love)

Zugaben:
Lemon / Love Is Blindness / Sunday Bloody Sunday / With Or Without You

Beautiful Day in Bildern

Ein kleines Schmankerl haben wir noch – ein kurzes Interview mit Andreas!

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